Vor gut zwei Jahren, erschien mit Dead Space ein Horrorschocker, der es wahrhaftig in sich hatte. Fest steht, dass der Titel damals die Messlatte für dieses Genre extrem hoch gelegt hatte. Nun schicken EA und Visceral Games sich an, es noch besser zu machen. Hier liefern wir Euch erste Fakten zum Nachfolger:

Der Protagonist des Spiels, Isaac Clarke, befand sich im Erstling der Reihe noch an Bord der ISG Ishimura, wo er mit einem Trupp aus einigen Kollegen hin gesandt wurde, um dort nach dem Rechten zu sehen. Nun findet sich Isaac auf einer Raumstation, der Sprawl, auf dem Mars wieder, und leidet unter Gedächtnisverlust und Halluzinationen. Auch im Sequel des Spiels wird sich die Story wieder um den vermeintlichen „Marker“ drehen, welcher schon einmal missbraucht wurde, in der Annahme, die Menschheit an die vollkommene Macht zu führen.

Isaac findet sich also auf einer Krankenstation wieder, in psychologischer Betreuung, und befindet sich sozusagen im Kreuzverhör. Plötzlich bricht das Chaos aus, und die fiesen Nekromorphs wollen, wie so oft, Tod und Verderben über die Menschen bringen. Isaac Clarke hat nur ein kleines Problem. Er befindet sich in einer leicht beklemmenden Situation…anders ausgedrückt, er trägt eine Zwangsjacke, und muss erst einmal die „Beine in die Hand nehmen“. Dann dauert es aber auch nicht mehr lange, und wir gelangen an den aus dem Vorgänger bekannten Plasma Cutter. Eine recht effektive Waffe für den Anfang, aber für die dickeren Brocken benötigt man dann doch ausgereiftere Bleispritzen.

Leider wird es nur eine neue Wumme in Dead Space 2 geben. Welche das sein wird, wollen wir an dieser Stelle allerdings noch nicht verraten. Was aber gesagt werden kann, die brandneue Waffe wird natürlich auch über einen sekundären Angriff verfügen, wie alle 10 Waffen des Spiels.

Um die Necromorphs gezielter zerteilen zu können, setzt Isaac seinen Stasis-Generator ein: Ein weißer Lichtblitz verlangsamt das Opfer für kurze Zeit und lässt uns in Ruhe zielen.

Mit Isaacs Stasis-Modul frieren wir Gegner fürz kurze Zeit ein. Mit dem Gerät lösen wir außerdem gelegentlich Rätsel. Eine Stahltür etwa, die sich rasend schnell öffnet und schließt und uns unter normalen Umständen zu Brei quetschen würde, lässt sich so entschleunigen. Mit dem Kinese-Modul kann Isaac wie mit der Gravity-Gun aus Half Life 2 bewegliche Gegenstände anheben und herumwerfen. Ein abgetrennter Necromorph-Fangarm wird so zum Speer.

Isaac gelangt nach und nach an immer bessere Rüstungen, RIGs genannt. Zwar bietet jede neue RIG eine bessere Panzerung und mehr Inventarplätze, mitunter kommen aber noch Boni hinzu, die Dead Space 2 einen Hauch Rollenspiel verleihen. So verursacht Clarke etwa mit der Rüstung des Sicherheitsdienstes mehr Schaden, ein anderes Outfit gewährt ihm hingegen günstigere Preise in den Shops.

Die neuen Anzüge wirken wesentlich moderner und schnittiger als Isaacs alte RIGs. Isaac darf nämlich nicht einfach Ausrüstung aufsammeln; er ergattert in der Regel nur Baupläne, etwa für ein neues Gewehr, und muss das Teil dann an einem Terminal kaufen. Das dazugehörige Geld finden wir am Wegesrand, oder aber wir verkaufen Ausrüstung, die wir nicht benutzen. Dieses Konzept verlangt uns eine gewisse Planung ab und macht Dead Space 2 noch ein bisschen spannender: Verjubeln wir unser Gespartes für den neuen Anzug, oder fehlt uns dann das Geld für eine mächtigere Wumme, die vielleicht schon im nächsten Schrank auf uns wartet?

Visceral Games hat bei Dead Space 2 im Vergleich zum Vorgänger mehr Objekte im Spiel verteilt, die wir mit Telekinese nutzen können, zum Beispiel Stase-Container. Wenn wir so einen verschießen, werden alle Gegner in seinem Wirkungsbereich verlangsamt, und zwar wesentlich länger, als Isaacs eigener Generator das könnte. Damit schaffen die Entwickler einen höheren Anreiz, öfter mal auf Schusswaffen zu verzichten. Die aus Teil 1 bekannten Hebe- und Schiebe-Rätsel gibt’s in Dead Space 2 natürlich auch.

Die Atmosphäre des Erstlings war damals schon sensationell düster und mitreißend. Der zweite Teil steht dem absolut in nichts nach, und wird wieder für wohlige Gänsehaut-Momente sorgen. Die Story bzw. Levelarchitektur soll im Nachfolger etwas linearer gehalten werden, d.h. die Entwickler nehmen den Spieler etwas mehr an die Hand. Dies tut der Atmosphäre bzw. den Schockmomenten aber absolut keinen Abbruch. Die Umgebung ist nach wie vor sehr futuristisch ausgefallen, und es gibt wieder massenhaft sehenswerte Details.

Richtig löblich ist auch wieder die sehr gute Musikuntermalung. Diese sorgt während des ganzen Spiels für eine extrem dichte Atmosphäre.

Ihr fragt euch sicher, ob es neue Widersacher im neuen Dead Space geben wird.

Die Antwort : Aber sicher doch !

Beispielsweise wird es einen Nekromorph geben, den sogenannten Puker, der euch aus der Distanz anspeien wird, und damit versucht, euch zu verlangsamen, und schließlich, wer hätte das gedacht, euch töten. Ein weiteres neues Monster, genannt Stalker, verfügt über eine Art verstärkten Schädel, und wird versuchen ihn als Rammbock einzusetzen.

Bossfights wird es weniger geben.

Die bisher gesehenen Animationen, gerade die der Gegner, sind wieder sagenhaft gut gelungen. Alles wirkt lebensecht und wie aus einem Guss.

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